Radverkehrskonzept für Grafrath

Radverkehrskonzept für Grafrath:

  Sicher – komfortabel – direkt

 

Bürgermeister Kennerknecht und Verkehrsreferent Roger Struzena hatten im Juni 2018 im Rathaus bei einer Infoveranstaltung zur Situation des Radverkehrs im Landkreis und in Grafrath angeregt, Vorschläge zur Verbesserung des Radwegenetzes in Grafrath zu entwickeln. Eine Arbeitsgruppe engagierter Bürger*innen hat sich das nicht zweimal sagen lassen und legte als erstes Ende April einen Konzeptentwurf für ein Radwegenetz dem Gemeinderat vor.

 

Wichtige Ergebnisse aus dem Arbeitskreis Radverkehr Grafrath:

 

Umfrage mit großer Resonanz der Bevölkerung

Mehr Radfahrverkehr geht nur, wenn die Menschen das selbst wollen. Deshalb wurden erstmal die Bürger*innen gefragt – und zwar gezielt die Menschen, die im Straßenverkehr als Fahrradfahrer*innen besonders benachteiligt sind. 178 Familien mit 234 Kindern und Jugendlichen (dies entspricht 34 % dieser Altersgruppe) und 89 Senior*innen (ca. 11 %) haben die Fragebögen ausgefüllt!!  Bei der Auswertung zeigte sich, dass ein großer Wunsch nach Schaffung von Radwegen besteht. Die wichtigsten sind gleichzeitig aufgrund der Verkehrssituation die kritischsten Routen: die Querverbindungen durch den Ort, die größtenteils unvermeidbar sind, um gewünschte Ziele zu erreichen. Das sind die Strecke von der S-Bahn bis Bürgerstadl (Bahnhof-, Haupt- und Mauerner Straße) sowie die Brucker Straße Richtung FFB mit Anschluss nach Marthashofen. Außerörtlich wird als gefährlichste Strecke mit dringendem Handlungsbedarf die Verbindung von Mauern nach Etterschlag bewertet.    

 

Risiken für Radler*innen

Die größten Risiken für Radler*innen in Grafrath bringt der motorisierte Verkehr (PKW, LKW, Busse) auf der Bundesstraße und den Kreisstraßen mit sich. Die Straßen sind überwiegend nur bis zu 6 m breit und bei kurvenreichem Verlauf überwiegend unübersichtlich. Insbesondere in der Bahnhofstraße wird es für Radelnde immer gefährlicher. Parkende Autos behindern das Radfahren zusätzlich. Für Radwege ist da kein Platz mehr!

 

Vorschläge der Arbeitsgruppe

Gute Radwege führen direkt zum Ziel, sind barrierefrei, Gefahrenstellen sind entschärft und innerörtliche Wege sind gut angeschlossen an überörtliche Verbindungen.

Als erstes wurde deshalb eine Tempobegrenzung auf 30-km für sicheres Radfahren vorgeschlagen. Bei dieser Geschwindigkeit können alle Verkehrsteilnehmer*innen noch über Blickkontakt ihr Fahrverhalten aufeinander abstimmen. Und es würde praktisch nichts kosten!!

Außerdem wurden bis zu 12 Einzelmaßnahmen ausgearbeitet, um innerörtliche Radrouten sicher und komfortabel zu machen. Trotzdem kann auf die Nutzung der Kreisstraßen, insbesondere der Hauptverkehrsachse vom Bahnhof bis Bürgerstadl, nicht verzichtet werden. Ein Radverkehrskonzept muss deshalb von einer Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer*innen ausgehen, die sich die vorhandene Straße teilen.

 

Wie geht es weiter?

Nach der Vorstellung des Konzept-Entwurfes im Gemeinderat wurden mit dem Landkreis die Möglichkeiten sondiert, inwieweit die innerörtlichen Kreisstraßen mit Verbesserungen für Radelnde und mit einem Tempo 30 versehen werden können.

 

Als weiteres werden im Arbeitskreis Verbesserungen für die Rad-Infrastruktur zusammengestellt. Dazu zählen auch sichere und moderne Fahrrad-Abstellanlagen insbesondere am Bahnhof.

 

Nächste Termine zum Mitmachen:

 

Sa. 21. September 2019, Radl-Aktionstag „Radlaktiv vor Ort“ , 15 – 18 Uhr, Bürgerstadl                   

 

Do. 10. Oktober 2019, Treffen Arbeitskreis Radverkehr, 19.30 Uhr Rathaus, Sitzungssaal

 

Kontakt: Verkehrsreferent Roger Struzena, E-Mail: struzena@t-online.de

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